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Neue Orgel für die Niederdonker Kapelle
Im miteinander vom Advent 2003 habe ich Sie in Kenntnis gesetzt über das Vorhaben im Zuge der nötigen Renovierungsmaßnahmen in der Niederdonker Kapelle auch eine schönere Orgel anzuschaffen. Anfang Januar hat der für unseren Bereich der Diözese Köln zuständige Orgelsachverständige, Herr Professor Hans-Dieter Möller, die gegenwärtige Situation in Augenschein genommen und ich habe ihm unser Vorhaben eines Kaufs einer gebrauchten Orgel unterbreitet. In seiner für die Genehmigung des Projekts in Köln nötigen Stellungnahme schreibt er:
“In der Kapelle [...] befindet sich zur Zeit eine kleine Orgel [...]. Das Instrument [...] darf in musikalischer und optischer Hinsicht als kaum befriedigend bezeichnet werden. Die Kapelle soll nun in absehbarer Zukunft vollkommen saniert und restauriert werden. Da sie regelmäßig für Gottesdienste, Trauungen usw. genutzt wird, besteht der Wunsch nach einem adäquaten Instrument zur Mitgestaltung der liturgischen Feiern. Die Gemeinde hat nun die Möglichkeit, ein gebrauchtes Instrument der renommierten Vorarlberger Orgel bauwerkstatt Rieger zu erwerben. Die kleine Orgel befindet sich derzeitig in privatem Besitz. Es handelt sich um ein interessantes Werk mit einem in den 50-er Jahren entwickelten Konzept. Auf kleinstem Raum wurde hier eine erstaunliche Fülle an Klangfarben zusammengestellt. Für die Niederdonker Kapelle wäre es ein ideales Instrument, das äußerst flexibel und in vielerlei Hinsicht verwendbar ist.
Der Besitzer des Orgelwerks bietet das Instrument für 30.000 € an. Das ist ein äußerst günstiger Preis für eine Orgel mit ca.20 Stimmen. Diese sind so intoniert, dass keine unangenehme Schärfe entsteht (ein Manko vieler Kleinorgeln), sondern neben kammermusikalischen Charakteristika auch eine erstaunliche Klangfülle erzeugt werden kann. Ein Schwesterinstrument gleicher Machart aus dem Hause Rieger hat viele Jahre Dienst in der Kölner Basilika Maria im Kapitol getan. Für den dortigen Raum war es natürlich viel zu klein, der Niederdonker Marienkapelle wäre es eine angemessene Orgel.”
Kirchenvorstand und Architekt sind meinem Vorschlag gefolgt (auch der Orgelsachverständige hat ihn gutgeheißen und empfohlen) die Orgel, deren Kauf wir dem derzeitigen Besitzer bereits zugesagt haben, als Brüstungswerk aufzustellen. Das heißt, dass der gegenwärtige unschöne Betonriegel, der die Empore abtrennt, entfernt und die Orgel auf einem leicht in den Raum vorkragenden Träger gesetzt und so in ihrer ganzen Höhe zu sehen sein wird. Auf der Empore entsteht so mehr und besser verteilter Platz für die Aufstellung von Chören und Solisten, die aufgrund der Klangdurchlässigkeit der Orgelpfeifenaufstellung ebenso gut zu hören sein werden wie bisher, da die Stellfläche auch nach hinten ansteigend gestuft werden kann, was bei den bisherigen Verhältnissen nicht möglich war.
Zu den schon erwähnten Anschaffungskosten des reinen Instruments kommen noch die Aufwendungen für Abbau, Transport und Überholung sowie Aufbau und Neuintonation in der Kapelle. Wir haben den Auftrag hierfür auf Vorschlag des Sachverständigen an die Firma Siegfried Schulte aus Kürten-Herweg im Bergischen Land vergeben, die bereits die erwähnte Orgel aus Maria im Kapitol vor Jahren überholt und umgesetzt hat und so die nötige Erfahrung mit diesem Instrumententyp hat. Diese Arbeiten machen noch mal etwa 20.000€ aus. Einen Teil davon hoffen wir, dank des überaus positiven Gutachtens, von Köln ersetzt zu bekommen, aber ein nicht geringer Batzen bleibt uns zu tragen. Es wäre jedoch schade gewesen, die jetzt anlaufende große Renovation nicht zu nutzen und den bisherigen unleidlichen Zustand zu nicht ändern. Einen kleinen Gewinn machen wir durch die Veräußerung des bisherigen Instruments. Der Orgelmakler Andreas Ladach aus Wuppertal, über dessen Annonce in einer Orgelfachzeitschrift ich auf unsere neue Orgel gestoßen bin, wird es für 3.000 € in Zahlung nehmen, wodurch wir auch die Provision sparen. Seine neue Wirkungsstätte hat es voraussichtlich auf Malta. Herr Ladach wird auch die betagte, auf der Niederdonker Empore stehende elektronische Orgel mitnehmen. Hierfür bekommen wir nichts, aber wir können froh sein, dass uns diese Altlast so bequem abgenommen wird (das Gerät ist seit Jahren kaum noch zu nutzen, da es mehr Wackelkontakte hat, als es Töne produziert).
Um unser Projekt zu fördern, bitten wir Sie herzlich um Mithilfe: durch allgemeine Zuwendungen aber auch durch Übernahme von “Pfeifen-Patenschaften”: in den Pfarrbüros liegen Listen aus, auf denen alle Pfeifen der Orgel verzeichnet sind (etwa 1200!), die je nach Größe und Stellung (sichtbar im Prospekt oder versteckt im Inneren) in
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